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Anbieter und Heilpraktiker versichern immer wieder, mit Aloe
Vera könnte die Schuppenflechte heilen oder wenigstens dauerhaft deutlich
eingedämmt werden. Eindrucksvoll stellen sie "geheilte" Patienten vor, bei denen
die Schulmedizin erfolglos blieb.
Kein Zweifel: Es gibt Einzelfälle, bei denen Aloe geholfen hat. Nachprüfbar ist
es für Außenstehende nicht, warum die Psoriasis bei diesen Patienten tatsächlich
zurück gegangen ist. Das Gesundheitsmagazin "Quivive" ist dem nachgegangen. Das
Ergebnis ist ernüchternd: Trotz mehr als enthaltener 200 Wirkstoffe ist Aloe
Vera kein Wundermittel.
Dr. med. Anne Härtel vom Vivantes Klinikum Berlin-Spandau meint: "Man kann Aloe
Vera Gel gut als Hausmittel zum Beispiel gegen juckende Insektenstiche oder
kleinere Wunden anwenden. Die Hoffnung aber, dass Aloe-Vera-haltiges Gel eine
dauerhafte Heilung bei Neurodermitis oder Schuppenflechte bringt, darf man nicht
haben." Bei schweren Erkrankungen würden weder Aloe Vera Kapseln noch deren Saft
helfen. Als Medikament seien sie wirkungslos. Man sollte sich auch nicht von
zahlreichen Gesundheitsbüchern einreden lassen, dass die Aloe die Schulmedizin
ersetzen könne. Als gesunde Ergänzung zur Ernährung sei nichts dagegen
einzuwenden - außer manchmal der überhöhte Preis der Produkte.
Dr. Bernd Eberwein vom Bundesverband der Arzneimittelhersteller warnt alle
Gutgläubigen: "Aloe Präparate werden häufig auch gegen schwere Erkrankungen
angeboten. Ihre heilende Wirkung ist aber wissenschaftlich-medizinisch nicht
erwiesen. Patienten sollten sich auf Aloe allein zur Heilung ihrer Krankheit
nicht verlassen, sondern unbedingt bei der ärztlich verordneten Therapie
bleiben. Aloe als Medikament ist nur zugelassen als (starkes) Abführmittel.“
Deshalb sollte man den Aloe Saft nur kurze Zeit zu sich nehmen.
Quelle: ”Quivive – das Gesundheitsmagazin“,
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