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Die Funktionsweise des Neemöls geht einen anderen Weg: Auf Polster, Matratzen etc. aufgebrachte Neemölbestandteile, die über die Nahrung (Hautschuppen, Haare etc.) in den Körper der Hausstaubmilbe gelangen, greifen dort in den Hormonhaushalt ein und machen die Milbe fortpflanzungsunfähig. Über die Zeit werden so die Milben ausgerottet. Da jedoch aus anderen Bereichen immer wieder neue Hausstaubmilben in den Haushalt gelangen, ist diese Anwendung regelmäßig zu wiederholen.
Dem Hausstaubmilbenallergiker hilft diese Vorgehensweise jedoch recht wenig. Da nicht die Milbe selbst, sondern der Milbenkot, das Problem ist, wird die vorhandene Allergenbelastung, insbesondere bei bereits benutzen Polstern und Matratzen nicht beeinträchtigt. Somit kann sich auch nicht die gewünschte Besserung der allergischen Beschwerden einstellen.
Die Behandlung mit Neemöl macht also nur dann Sinn, wenn es um die Anschaffung neuer, milbenunbelasteter Bettwaren etc. geht. Hier kann die explosionsartige Vermehrung der Milben präventiv durch das Einsprühen mit Neemöl eingeschränkt werden. Gleichzeitig ist bei der Nutzung ein wöchentliches, sorgfältiges Absaugen der Polster erforderlich, um eine Anreicherung der Kotpartikel (Allergene) zu verhindern. Die Behandlung mit Neemöl sollte dann regelmäßig ca. alle 3 Monate wiederholt werden, um den gewünschten Effekt zu erreichen.
Da diese Vorgehensweise kostenintensiv und arbeitsaufwendig ist und gleichzeitig nur bedingt den gewünschten Nutzen bringt, ist sie bei einer bestehenden Hausstaubmilbenallergie daher nicht zu empfehlen.
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