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Als Allergieauslöser
für das "Bäckerasthma" galten bisher die
Mehle und Enzyme, die zur Verbesserung der Backprodukte
zugesetzt werden. Doch daneben gibt es ein weiteres
Allergen in den Bäckereien, die sich auf die Herstellung
von Bio- und Vollwertbroten spezialisiert haben: Amaranth.
Amaranth ist eine Körnerfrucht aus
Asien, Nord- und Südamerika, die Mineralstoffe,
Spurenelemente, Kalzium und Eisen sowie viele ungesättigte
Fettsäuren und viel hochwertiges Eiweiß enthält. So können
Amaranthmehl und Maisspeisen bis zu 90 Prozent der
Protein- und Fettzufuhr von Kleinkindern decken. Doch
gerade dieser hohe Proteingehalt dürfte auch die
allergene Potenz erklären.
Bei den Patienten
traten die z. T. asthmatischen Symptome nicht nur bei der
Inhalation von Amaranth in der Backstube auf sondern auch
beim Verzehr von amaranthhaltigem Biobrot. So sollte in
Zukunft bei der Analyse berufsbezogener allergischer
Symptome neben Mehlen und Enzymen auch Amaranth mit
einbezogen werden. Denn die Atemwegserkrankungen bei Bäckern
stehen an der Spitze der berufsbedingten allergischen
Erkrankungen, die eine weitere Ausübung des Berufes unmöglich
machen.
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